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Zecken: 5 Vorsorge-Tipps gegen die Blutsauger

Schade. Der Schwarzwald zählt zu den FSME-Risikogebieten. Die tückische Hirnhaut-/Gehirn-Entzündung wird von Zecken übertragen – ebenso Borreliose. Sie lauern in auf Wiesen, in Büschen, Wäldern, Parks und Gärten. Was kann ich tun, um das Risiko eines Zecken-Stichs zu verringern? 5 Tipps zum Schutz vor Zecken:

1.) Informieren

Über die Spinnentiere kursieren viele Mythen und Horror-Geschichten. Sich über das Risiko zu informieren ist der erste und wichtigste Schritt zur Vorsorge. Gut zu wissen: Zecken kann man ein Stück weit aus dem Weg gehen. Und bei einem Stich besteht kein Grund zu Panik. Denn nicht alle Zecken sind ansteckend. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sei insgesamt bei 0,3 bis 1,4 Prozent der Zeckenstichen mit Krankheitssymptomen zu rechnen. Wer die Symptome kennt und nicht ignoriert, steigert im Fall einer Infektion die Chancen auf Heilung. Wichtig zu wissen: Zecken sind bei Temperaturen ab 6 Grad Celsius aktiv. Nicht von einer Winterruhe ausgehen, besser das ganze Jahr über vorsichtig sein.

2.) Impfen

Gegen FSME gibt es Schutzimpfungen, eine vorbeugende Impfung gegen Borreliose ist nicht möglich. Für den Schutz gegen FSME sind drei Impfungen nötig. Nach drei Jahren sollte die Impfung aufgefrischt werden und dann erneut wieder nach fünf Jahren. Ab 50/60 Jahren empfiehlt die „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ (BZgA), alle drei Jahre zu impfen.

3.) Geeignete Kleidung tragen

Grundsätzlich gilt: Unterwegs möglichst wenig Haut zeigen. Daher besser mit langen Hosen statt in Shorts wandern, lange Ärmel sind besser als kurze. Keine offenen Sandalen tragen, sondern feste Schuhe, Strümpfe übers Hosenbein ziehen. Tipp: Mit hellen Klamotten können die winzigen, dunklen Zecken besser entdeckt und entfernt werden. In Apotheken gibt es Sprays zur Zeckenabwehr, die auf Kleidung oder Haut gesprüht werden kann. Allerdings ist die Wirkung begrenzt. Übrigens: Zecken fallen nicht von Bäumen! Trotzdem ist eine Kopfbedeckung besonders für Kinder sinnvoll.

4.) Umsichtig in der Natur aufhalten

Beim Wandern besser auf festen Wegen bleiben und Streifzüge querfeldein vermeiden. Zecken lauern in Gräsern, Büschen, losem Laub und im Unterholz. Selten in einer Höhe von über einem Meter, meistens hocken sie 10 bis 50 Zentimeter über dem Boden. Streifen Menschen und Tiere vorbei, klammern sie sich an und beißen sich an der Haut fest.

5.) Zuhause auf Zecken absuchen

Daheim den Körper untersuchen. Zeckenstiche schmerzen nicht und können sonst zu lange unbemerkt bleiben. Die Blutsauger lieben es warm und feucht. Sitzt vielleicht eine Zecke unter den Achseln? Oder zwischen den Zehen? Auch Kniekehlen, die Ohren, Haaransätze und der Intimbereich sind bei Zecken beliebt. Je schneller eine Zecke entdeckt und entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr einer Erkrankung. Je schneller eine Erkrankung diagnostiziert wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung.

 

Eine Zecke sicher und vollständig entfernt – „Der Kinderarzt vom Bodensee“ gibt Tipps:

 

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